Was charakterisiert die Arbeiten von Natalie Deseke?

Merkmale der analogen Kleinklauschmittel:

- Konzipiert als Kleinperkussion
- Pseudo-medizinische Beipackzettel zu therapeutischen Zwecken
- Das Material ist Teil eines Objektes oder einer Zeichnung/Assemblage

   

Abbildungen oben:

Serie "Knackfrosch" - Edition KLMKleinLauschMittel 2016
Serie "Paralleluniversum - Rote Riesen oder Blaue Zwerge" - Edition KLMKleinLauschMittel 2015

Kernthema der Audioinstallationen:
Das Spiel mit Gegensätzen und die auditive "Personifizierung von Alltagsgegenständen".


- Klang
- Objets Trouvés
- Geschichten



  


  

Kunstvolkslauf Zinnober 2014: "Wie klingt Goldrausch?" Audio-Installation und Zeichnungen.
Barriquefass, Bewegungsmelder, Zufallsgenerator, Zeitschaltuhr. Tusche, Goldspray, Jute, Pastellkreide, Graphit (09/2014).




Zinnober 2014 - Präsentation eines sprechenden Kaugummi-Automaten: Bei Münzeinwurf ertönen Weisheiten, Aphorismen, Geschichten aus den Projekten u.a. "Alles oder Nichts - was heißt Leben jetzt und zukünftig! (Kooperation mit Max-Planck-Institut Hannover) "Wiener G´schichten", "Glück- und Wunschgeschichten" (Arbeiterwohlfahrt AWO) oder "Rosen, Tulpen, Nelken ..." (Medientage Nienburg). Für 50 Cent spuckt der Automat ein Miniaturkunstwerk aus, eine Plastikkugel mit Überraschung.


     
Kunstvolkslauf Zinnober 2010 - Atelier Bettfedernfabrik - Offene Ateliers

Kurzbeschreibung - siehe unter "About"


Ausstellungen und Projekte

2009: Regionale Zwei - Kunstverein Burgwedel/Isernhagen - Presse-1 - Presse-2





Ausstellungsbesucherinnen haben viel Spaß beim Anhören des Hörstücks

"Kopfschütteln..." Hörstück, 3 Min., Antike Trockenhaube (Fa. Müholos), Jugendstilstuhl, Kopfhörer
Regionale Zwei, Altes Rathaus

Übersicht (wird zurzeit überarbeitet): Hier klicken

Ausstellungs-Serie Atelier Bettfedernfabrik - Kunsthalle Faust, Hannover

"Liebesgeflüster", Ausstellung Last Minute (2008)
Ein Liebespaar im "liebevollen" Austausch, hier: Boxgeräusche.


"Plaudertaschen", Ausstellung Ue 10 (2007)

Ein Arrangement aus sieben Damenhandtaschen lädt ein zum Lauschen: Was haben diese Taschen zu erzählen? Geschichten vom Markteinkauf oder vom Stammtisch, von Teenagers Liebeskummer, Intellektuelles und Philosophisches. Auch hier spielt Deseke mit authentischen und nachempfundenen Stimmen. Der Zuhörer kann heraus finden, welche Stimme echt ist und welche Stimme von der Künstlerin gesprochen wurde.



"Die Nachtmeerfahrt der Seele" Ausstellung Schatten (2005)
Arrangement mit sieben Koffern, hängend. Erstmals spielt die Künstlerin mit authentischen Stimmen und nachempfunden Psychogrammen (Rollenspiel mit eigener Stimme, verfremdet).



"Die Krönung", Ausstellung Kaeltegrade (2003)
Eine klare Absage gegen jede Form vom Extremismus. Beim Abheben der Toilettenstuhldeckel ertönen Zitate rechts- und linksextremistisch eingestellter Menschen.
Installation mit Toilettenstühle, Sensoren.



Roter Faden ihrer Arbeiten ist der Klang. Als "Kräftespiele der Dualitäten", lassen sich Natalie Desekes Raum-Klanginstallationen bezeichnen. Charakteristisch ist der Bezug zum jeweiligen Ausstellungsort. Spannende Herausforderung: Installationen im öffentlichen Raum.


Spirituelle Ansätze kontrastieren mit materialistischen Anschauungen ("Lotusfüße" 1995), philosophische und wissenschaftliche Meinungen werden akustisch gepaart mit individuellen spontanen Äußerungen von Menschen auf der Straße ("Wer, woher, warum" 1998). Die Ausstellung präsentiert die Resultate längerer Unterhaltungen oder Dokumente flüchtiger Begegnungen - Essenzen vieler Gespräche und Interviews mit Menschen jeden Alters und jeder gesellschaftlichen Couleur.

Klischees, Stereotypen und Widersprüche - Grenzen der Kommunikation werden in Natalie Desekes Klangwerken deutlich. Sprache, entweder manipuliert und verfremdet ("Über den Umgang mit Erleuchteten, Spitzbuben und Narren") oder so eigentümlich belassen wie sie ist ("Wer, woher, warum")- ihre Unzulänglichkeiten und Mängel treten zum Vorschein oder sie führt sich selbst, meist unfreiwillig komisch, ad absurdum.

Atmosphärische Akustik und Geräusche spiegeln den örtlichen Zusammenhang ("Six-minutes-Poznan") und erweitern die Wahrnehmungsebene.

Technik: digitale Abspielgeräte, Lautsprecher in "Objets Trouvés" - Fundstückobjekten oder speziell angefertigten Skulpturen integriert, Elektronik.